Die Volkskrankheit Nickelallergie

Insbesondere in den westlichen Industrienationen hat in den vergangenen Jahren die Zahl der humanen Allergien stetig zugenommen. Bei den Kontaktallergien ist Nickel das häufigste Allergen des Menschen mit ungefähr 10 Mio. Betroffenen allein in Deutschland1. In der Vergangenheit wurden Grenzwerte der Freisetzungsquote festgesetzt. Trotzdem steigt die Neusensibilisierungsrate stetig weiter.

Nickelallergie – Massenphänomen unserer Gesellschaft

Die Sensibilisierung auf Nickel ist nicht angeboren. Es ist der Kontakt mit den metallischen Objekten, der über einen längeren Zeitraum eine Kontaktallergie verursachen kann. In den meisten Fällen entwickelt sich die Überempfindlichkeit im Jugendalter, genau dann, wenn die ersten Ohrringe, Piercings und Schmuck ihren Einzug in unser Leben finden. Hier wird auch klar, warum die Zahl der Allergiker bei Frauen mit 15-20% deutlich höher ist, als bei den Männern mit nur 5%2. Nickel ist nahezu in allen metallischen Gegenständen unserer modernen Gesellschaft vorhanden, wie z.B. Modeschmuck, Uhren, Brillengestellen, BH-Trägern oder Essbesteck. Unser gesellschaftlicher Wohlstand ist hier also ein Katalysator der Erkrankungsfälle.

Vor der Nickelallergie kommt die Sensibilisierung

Nickel ist nicht nur ein Metall, sondern auch ein Spurenelement, welches sogar lebensnotwendig für den menschlichen Organismus ist. Erst in höheren Dosen wird Nickel für unseren Körper schädlich. Allerdings muss man eine Sensibilisierung und eine Allergie auf das omnipräsente Metall deutlich unterscheiden: Ohne Sensibilisierung keine Allergie. Erschwerend kommt hinzu, dass die Symptome einer Sensibilisierung und der Allergie häufig sehr ähnlich sind und der Zeitpunkt des Ausbruchs stark variieren kann. Man ist hier also gut beraten, bei den ersten äußeren Anzeichen einer allergischen Reaktion früh zu reagieren und einen Nickelallergietest beim Hausarzt machen zu lassen.

Das Kontaktekzem – Eine überschießende Immunreaktion

Die Symptome einer Kontaktallergie zeigen sich erst nach und nach. Bevor es zu der allergischen Reaktion kommt, findet wie beschrieben eine Sensibilisierung statt. Hier lagert sich das Allergen, oder Teile davon, an bestimmte Zellen, den T-Lymphozoten, im Gewebe an. Kommt es nun erneut zum Kontakt zwischen Haut und Allergen, führen die aktivierten und sensibilisierten T-Lymphozoten zu einer überschießenden Immunreaktion. Man spricht dann von dem allergischen Kontaktekzem, welches sich durch Rötung der Haut, flüssigkeitsgefüllte Bläschen und Knötchen zusammen mit starkem Juckreiz äußert. Der Dermatologe verschreibt nun erfahrungsgemäß eine kortisonhaltige Creme. Soweit muss es aber nicht kommen. Für die Kontaktallergie bei Ohrschmuck gibt es z.B. die einfache und äußerst effektive Lösung: Flutees Schutzhülsen für Ohrstecker. Diese werden über den Stab des Ohrrings geschoben und verhindern so den Kontakt zwischen Metall und Haut. Hier muss man sich also keine Sorgen mehr um Nickelgehalt und seine Freisetzungsrate machen. Kaufen und Tragen von Schmuck – Frei nach Gusto! Flutees gibt es in jeder Apotheke oder online auf www.flutees.de.

 Nickelallergie durch Ohrschmuck

Nickelionen werden verstärkt im „feuchten Milieu“, durch die darin enthaltenen Salze ausgewaschen. Die Haut im Ohrloch ist besonders dünn, weshalb der Ohrlochkanal leicht feucht sein kann. Ohrringe und Piercings stehen daher maßgeblich im Verdacht für den Erwerb einer Nickelallergie verantwortlich zu sein.

In Dänemark zeigten sich im Jahre 1992 in einer bevölkerungsbezogenen Studie (der ‘Glostrup Allergy Study‘) fast 20% der jungen Frauen gegen Nickel sensibilisiert, die Piercing-Quote (durchstochene Ohrlöcher) in dieser Altersgruppe betrug 91,5%.

Eine schwedische Studie aus den 80er Jahren zeigte, dass von 960 schwedischen Schulmädchen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren 72% ihre Ohrläppchen durchstochen hatten. Die Nickelsensibilisierung lag in der Altersgruppe der 8-jährigen Mädchen bereits bei 16%, in der vergleichbaren Gruppe ohne durchstochene Ohrläppchen bei nur 1%.

Flutees Schutzhülsen für Ohrstecker sind das erste Produkt, das den Kontakt zwischen dem Metall der Ohrstecker und der empfindlichen Haut des Ohrlochs zuverlässig vermeidet.

Die zierlichen Schutzhülsen werden einfach über die Stäbe der Ohrstecker geführt und verhindern, bei gleichzeitiger Verwendung des Flutees Verschlusses, den Kontakt zum Metall des Ohrsteckers zuverlässig. So werden auch Reaktionen auf andere Metallionen wie beispielsweise Kupfer, Kobalt oder Chromate vermieden. Wie Flutees angewendet werden ist auf www.flutees.de zu sehen.

Nickelallergie Prävention

Alle die sich konsequent vor dem Kontakt mit nickelhaltigen Metallen schützen möchten können ihren Schmuck mit einem Nickelschnelltest (erhältlich in der Apotheke) auf Vorhandensein von Nickel testen.

In der Regel ist Nickel jedoch in vielen Schmuck-Metall-Legierung enthalten. Damit der Anteil an Nickel jedoch nicht zu hoch ist, hat die EU eine sogenannte Nickelverordnung erlassen. Diese begrenzt die Nickelabgabemenge (von Ohrringen) auf 0,2 μm / cm2 pro Woche.

Jedoch reichen bei Personen die bereits an einer Nickelallergie leiden selbst Nickelspuren, z.B. in Sterlingsilber, um eine (Haut-) Reaktion auszulösen.

Verbraucherschützer beklagen einen steigenden Nickelanteil im Modeschmuck. Bei Tests überschritten über 17 Prozent der Schmuck-Proben den zulässigen Grenzwert der Nickelabgabemenge. Außerhalb der EU gelten keine Grenzwerte. Auch im Bereich der Prävention einer Nickelallergie sind Flutees Schutzhülsen für Ohrstecker eine optimales Produkt. Nickelallergiker sollten ihre Ohrlöcher grundsätzlich durch Flutees schützen.

Ein weiterer positiver Begleiteffekt, insbesondere für Liebhaber von Silberschmuck ist, dass Verfärbungen die beim Tragen von manchen Silberschmuckohrringen auftreten können, durch Flutees ebenfalls zuverlässig vermieden werden und Platinierungen oder Rhodinierungen von Ohrringen erhalten werden können, so dass der Schmuck länger schön aussieht.


1Deutsche Dermatologische Gesellschaft: http://www.derma.de/de/news/uebersicht/detail/browse/8/article/3167/1049/
2Nickelfrei.de: http://www.nickelfrei.de/wissenswertes/kontaktallergie.html

Ramona Mignon

Veröffentlicht von

Ramona Mignon reagierte seit ihrer Jugend mit Entzündungen und Verfärbungen der Ohrlöcher beim Tragen von Modeschmuck- und Silberohrringen. Bis sie eines Tages beschloss diesen Symptomen, die auf ihre Nickelallergie zurückzuführen sind, ein Ende zu setzen. Mit ihrer Firma Flutees GmbH produziert sie hochwertige Schutzhülsen aus medizinischem Kunststoff, die mit allen handelsüblichen Ohrsteckern getragen werden können und allergische Symptome vermeiden. Darüber hinaus sind Flutees Schutzhülsen für Ohrstecker das erste medizinisch zugelassene Produkt, das bei regelmäßiger Anwendung in der Lage ist, dem Erwerb einer Nickelallergie durch das Tragen von Ohrschmuck vorzubeugen.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Vielen dank für diesen umfangreichen Artikel. Wenn man im Bekanntenkreis über derlei Themen spricht, wird man häufig nur belächelt. Erst vor kurzem habe ich von einer Freundin erfahren, dass ihre Tochter eine Allergie auf einen bestimmten Gerbstoff entwickelt hat, der in Leder vorkommt. Das ist sehr traurig, weil die Kleine seit Jahren eine begeisterte Dressur-Reiterin ist. Sind es tatsächlich die äußeren Einflüsse, oder entwickeln wir uns tatsächlich in eine andere Richtung weiter?
    Viele liebe Grüße
    Jennifer

    • Ramona Mignon

      Liebe Jennifer,

      diese Frage stelle ich mir manchmal auch…

      Statistisch gesehen zeigt sich die Rate allergischer Reaktionen auf Nickel (ich kann ausschließlich die Zahlen zur Nickelallergie beurteilen) stabil bis rückläufig. Ich denke, dass eine „gefühlte“ Zunahme von allergischen Reaktionen oft auch mit der Schnelligkeit unseres Informationszeitalters zusammenhängt. Wir erfahren schneller von mehr Fällen, was aber nicht unbedingt heißt, dass es sich in der Summe um mehr Betroffene handelt.

      Dennoch ist im Fall von Nickel immer noch ein signifikanter Prozentsatz unserer Bevölkerung von einer Allergie betroffen. Allerdings geht einer Allergie immer eine Sensibilisierung voraus. Meiner Beobachtung nach werden die Symptome einer Sensibilisierung oft nicht entsprechend zugeordnet. Ich erlebe nahezu täglich, dass mir Frauen berichten, dass sie bestimmte Ohrringe auch dann regelmäßig getragen haben, wenn diese eine Entzündung des Ohrlochs ausgelöst hatten (bevor sie auf Flutees aufmerksam geworden sind).
      Mit zunehmendem Kontakt zum allergenen Stoff baut das Immunsystem in der Regel weiter Antikörper auf, so dass sich mit der Zeit eine Allergie entwickeln kann. Es ist daher gerade im Fall einer Kontaktallergie gut, seinen Körper genau zu beobachten. Reagiert die Haut (auch wenn die Reaktion zunächst noch so gering ist) auf einen bestimmten Gegenstand oder Stoff, sollte der Kontakt eingeschränkt oder ganz vermieden werden. Ein Allergietest verrät dann ob tatsächlich Antikörper vorliegen und die Entwicklung einer Allergie zu befürchten ist.

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