So hilft Betaisodona

Betaisodona ist ein Antiseptikum, also keimtötendes Mittel, das auf der Haut, der Schleimhaut und bei Wunden angewendet werden kann. In einigen Fällen wird das Antiseptikum nur einmalig angewendet. So zum Beispiel zur Desinfektion der äußeren Haut oder der Schleimhaut vor Operationen, Injektionen und vor Blutentnahmen oder, wenn Blasenkatheter gelegt werden.

Eine wiederholte, aber zeitlich begrenzte Anwendung des Antiseptikums erfolgt bei der Wundbehandlung zum Beispiel bei Druckgeschwüren, Verbrennungen, infizierten Hauterkrankungen und zur Händedesinfektion vor chirurgischen Eingriffen.

Der folgende Text enthält ausführliche Informationen zur Wirkung, Anwendung und Dosierung von Betaisodona. Trotz aller Sorgfalt bei der Erstellung dieses Textes dient dieser nur der Information und Orientierung für die Anwendung dieses Desinfektionsmittels und kann in keinem Fall die fachliche Beratung zur Anwendung durch einen Arzt oder Apotheker nicht ersetzen.

Der Wirkstoff in Betaisodona ist das Povidon-Jod

Jod ist ein in der Natur vorkommendes Element und wir seit einigen Generationen zur Wunddesinfektion eingesetzt. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an die klassische Jod-Tinktur, die bis vor ein paar Jahrzehnten als Standard-Desinfektionsmittel in vielen Hausapotheken zu finden war. In modernen Desinfektionsmitteln wird Jod in einer speziellen chemischen Verbindung verwendet. Diese Verbindung ist wesentlich verträglicher, als das Jod in der Jod-Tinktur. Die Wirkung ist der von Jod-Tinktur jedoch sehr ähnlich, allerdings ohne die durch die Tinktur verursachten, brennenden Schmerzen. Die charakteristische rot-braune Farbe und der typische Geruch des Desinfektionsmittels stammen vom Jod.

Povidon-Iod wirkt als Antiseptikum in einem sehr weiten Spektrum. Es kann verwendet werden als Fungizid (gegen Pilze), Bakterizid (gegen Bakterien), Sporozid (gegen Pilzsporen) und als Viruzid (gegen Viren). Wegen der fast schon universellen Wirksamkeit wird das Povidon-Iod bei praktisch allen Wunden, die zu einer Infektion neigen, oder bereit infiziert sind, angewendet.

Dies können zum Beispiel allgemeine Entzündungsreaktionen der Haut bei Schürf- und Kratzwunden sein. Auch bei Entzündungen und Pilzinfektionen im Vaginalbereich oder offenen Beinen wird das Desinfektionsmittels verwendet. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, der Nasenhöhle und Nagelbettentzündungen werden mit Povidon-Iod gute Ergebnisse erzielt. Im Unterschied zu verschiedenen vergleichbaren Arzneimitteln weisen Desinfektionsmittel mit Povidon-Iod als Wirkstoff praktisch keinerlei Wirkungslücken auf.

Dir richtige Dosierung von Betaisodona.

Die richtige Dosierung von Betaisodona ist relativ einfach. Als Salbe wird das Antiseptikum über einen begrenzten Zeitraum mehrmals täglich auf die erkrankten Stellen aufgetragen. Ein Verblassen der rot-braunen Farbe zeigt ein Nachlassen der Wirkung des Povidon-Iods und damit der desinfizierenden Wirkung an. Um die desinfizierende Wirkung zu erneuern, muss das Antiseptikum erneut aufgetragen werden. Gleiches gilt auch für die Verwendung von Betaisodona Lösung.

Die Anwendung von Betaisodona bei Tieren

Verschiedene Erfahrungsberichte von Tierhaltern, insbesondere von Hundebesitzern, zeigen, dass das Antiseptikum auch bei Tieren erfolgreich zur Wunddesinfektion angewendet werden kann. Zum Beispiel bei äußeren Hautverletzungen durch Zäune, Stacheldraht oder Ähnlichem. Allerdings sollte das Desinfektionsmittel bei Tieren nur äußerst sparsam und nur kurzzeitig verwendet werden, da immer auch Jod aus der Salbe oder der Lösung vom Körper aufgenommen wird.

Durch das geringere Körpergewicht kann es bei Tieren daher schneller zu Nebenwirkungen kommen. Tiefe Wunden können nicht mit dem Desinfektionsmittel behandelt werden, sondern sollten generell durch einen Tierarzt versorgt werden.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Wie bei praktisch allen Arzneimitteln kann auch die Anwendung von Betaisodona, sei es als Salbe oder Lösung, zu Nebenwirkungen kommen.

Als seltene Nebenwirkungen werden vom Hersteller Überempfindlichkeitsreaktionen der Mundschleimhaut oder Haut mit Jucken, Rötungen und Bläschen genannt. In sehr selten Fällen kann es laut Hersteller bei der Verwendung des Antiseptikums durch das Povidon-Iod zu einem allergischen Schock oder einer Schilddrüsenüberfunktion kommen.

Als weitere Besonderheit bei der Anwendung des Antiseptikums kann bei Brandverletzungen, bedingt durch die Aufnahme sehr großer Mengen von Povidon-Jod, der Salzhaushalt des Körpers, die Nierenfunktion sowie der gesamte Stoffwechsel gestört werden

Wechselwirkungen von Betaisodona mit anderen Arzneimitteln

Bei der Anwendung von Povidon-Jod kann es zu Wirkungsabschwächung von Wundbehandlungsmitteln, bestimmten Desinfektionsmitteln, Wasserstoffperoxid oder chirurgischen Spülungen, die Taurolidin enthalten, kommen. Ferner wurde bei gleichzeitiger Verwendung von Povidon-Jod mit quecksilberhaltigen Wundbehandlungsmitteln die Bildung des stark ätzenden Quecksilber-Jodid beobachtet.

Bei Desinfektionsmitteln mit dem Wirkstoff Octenidin und gleichzeitiger Verwendung von Povidon-Jod kann eine vorübergehende dunkle Verfärbung der Haut auftreten. Die regelmäßige Verwendung großer Mengen von Povidon-Jod bei gleichzeitiger Therapie mit Lithium kann eine vorübergehende Schilddrüsenunterfunktion verursachen. Nicht zuletzt kann Povidon-Jod unter Umständen bei einer Schilddrüsenszintigraphie, die Bestimmung des an bestimmte Eiweiße gebundenen Jods beeinträchtigen. Auch eine Radiojodtherapie kann negativ beeinflusst werden.

Nach längerfristiger Anwendung von Povidon-Jod können auch Symptome einer akuten Iod-Vergiftung auftreten. Eventuell werden auch die Ergebnisse von Laboruntersuchungen während der Behandlung verfälscht.

Gegenanzeigen

Speziell bei einer Überempfindlichkeit gegen Jod darf Betaisodona, das heißt der Wirkstoff Povidon-Jod, nicht eingesetzt werden. Ebenso darf Povidon-Jod vor und nach einer Radiojodtherapie bei der Behandlung einer Schilddrüsenerkrankung nicht verwendet werden. Bei einer speziellen, infektiösen Hauterkrankung der Dermatitis herpetiformis Duhring ist eine Einschränkung der Anwendung des Wirkstoffes Povidon-Jod ebenso angezeigt.

Nach Schilddrüsenerkrankungen und bei erblich belasteten Patienten, die an einer Hormon produzierenden Schilddrüsenvergrößerungen erkrankt sind, darf Povidon-Jod ausschließlich nach einer sorgfältigen Abwägung durch den Arzt eingesetzt werden. Anwendungen über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen und die Behandlung großer Hautpartien (mehr als 10 % der Hautoberfläche) gelten in diesen Fällen als gefährlich.

Was muss bei der Anwendung von Betaisodona bei Schwangerschaft und in der Stillzeit beachtet werden?

Generell sollte Behandlung mit Povidon-Jod in der Schwangerschaft und während der Stillzeit nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Dies gilt insbesondere, wenn die Anwendung wiederholt und großflächig erfolgen soll.

Durch das in der Schwangerschaft aufgenommene Povidon-Jod aus dem Antiseptikum besteht das Risiko einer Schilddrüsenüberfunktion beim ungeborenen Kind. Für die Stillzeit besteht das Risiko, dass der von der Mutter aufgenommen Wirkstoff auf das Neugeborene übergeht, was ebenfalls eine Schilddrüsenüberfunktion zur Folge haben kann.

Kann Betaisodona bei Kindern angewendet werden?

Povidon-Jod sollte nur auf Anraten des Arztes bei Kindern und Neugeborenen angewendet werden. Bei Kindern sollte die Schilddrüsenfunktion während einer Behandlung mit Povidon-Jod regelmäßig durch den Arzt kontrolliert werden.

Warnhinweise für die Verwendung von Betaisodona

Die Anwendung des Antiseptikums kann verschiedene Labortests zur Schilddrüsenfunktion oder eine Behandlung der Schilddrüse mit radioaktiven Wirkstoffen stören. Bei der Anwendung von Povidon-Jod im Rachenbereich ist ein Eindringen des Wirkstoffes in die Luftröhre zu vermeiden. Atembeschwerden oder eine Lungenentzündung können die Folge sein. Patienten mit Schilddrüsenproblemen sollten Betaisodona nicht langfristig oder großflächig anwenden.

Auf Herzrasen, Nervosität und Gewichtsabnahme als Frühanzeichen einer möglichen Schilddrüsenüberfunktion in Folge der Anwendung des Antiseptikums ist zu achten. Die Schilddrüsenfunktion sollte gegebenenfalls ärztlich überwacht werden. Durch die Anwendung des Antiseptikums können allergische Reaktionen ausgelöst werden. Anzeichen dafür sind Hautrötung, Schnupfen, Schwellungen der Schleimhaut, Juckreiz, Rötung und Jucken der Augen sowie Asthma.

In seltenen Fällen kann die Anwendung von Betaisodona einen allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit auslösen. Ein Arzt ist umgehend zu informieren, wenn Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrgenommen werden.

Das sagen Anwender zu Betaisodona

Trotz einiger möglicher Neben- und Wechselwirkungen ist Betaisodona ein bewährtes und wirkungsvolles Antiseptikum. In praktisch allen Krankenhäusern und Kliniken werden Betaisodona und vergleichbare Mittel seit vielen Jahren als zuverlässiges Desinfektionsmittel eingesetzt. Ebenso bewährt ist Betaisodona aber auch im privaten Haushalt. An vielen Stellen im Internet kann man die durchweg positiven Erfahrungsberichte und Bewertungen vieler Anwender von Betaisodona finden. Das Antiseptikum wird als zuverlässiges Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen insbesondere der äußeren Haut beschrieben. Bei Schürf- und Kratzwunden führt es schnell zu einer deutlichen Verbesserung und fördert die Wundheilung.

Viele Anwender nutzen das Antiseptikum auch zur Vorbeugung vor Entzündungen. Ebenso bewährt hat sich die das Antiseptikum in Form einer Lösung als Nasenspülung bei einer entzündeten Nasenhöhle. Aber auch Anwendungen, an die der Hersteller wahrscheinlich nicht gedacht hat, werden erwähnt. So soll das Antiseptikum zum Beispiel bei entzündeten Pickeln innerhalb weniger Tage zu einer vollständigen Abheilung geführt haben.

Praktisch alle Anwender empfehlen das Antiseptikum uneingeschränkt für die Anwendung bei Infektionen der Haut oder zur vorbeugenden Behandlung von verletzten Hautstellen. Ebenso wird Betaisodona für jede Hausapotheke als universelles Desinfektionsmittel empfohlen. War in früheren Zeiten die Jod-Tinktur unverzichtbar für jeden Haushalt, so hat Betaisodona schon lange die Nachfolge des ungeliebten Desinfektionsmittels aus Großmutters Zeiten angetreten.

Flecken, die durch das Antiseptikum, beziehungsweise durch das darin enthaltene Jod auf Textilien und Kleidungstücken verursacht werden, lassen sich in den meisten Fällen einfach mit warmen Wasser und etwas normaler Seife wieder entfernen.

Der Hersteller des Präparates

Betaisodona wird vom Pharmahersteller Mundipharma GmbH mit Sitz in Limburg seit Jahrzehnten hergestellt und vertrieben. Betaisodona ist vor allem als Salbe und Lösung rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Betaisodona ist aber nicht das einzige Arzneimittel, das Povidon-Jod als Wirkstoff enthält. Alternativen zu Betaisodona sind beispielsweise BRAUNOVIDON SALBE von B. Braun in Melsungen, FREKA CID Salbe von Stadavita, POLYSEPT SALBE von der Dermapharm AG oder auch PVP-Jod Salbe Lichtenstein von der Zentiva Pharma GmbH. Alle diese Präparate verfügen über die gleiche Wirkung wie Betaisodona und unterscheiden sich lediglich im Preis.

Fazit

Auch wenn Betaisodona und die alternativen Mittel rezeptfrei in allen Apotheken erhältlich sind, so handelt es sich dennoch um bei allen um hochwirksame Desinfektionsmittel, deren spezieller Wirkstoff, das Povidon-Jod, unter ungünstigen Umständen mehr schaden als nutzen kann. Daher sollte man auch vor der Anwendung dieses Antiseptikums und anderen Mitteln mit Povidon-Jod als Wirkstoff, den bekannten Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, beherzigen. Dies gilt vor allem bei einer Anwendung des Antiseptikums über einen längeren Zeitraum und bei der Behandlung größerer Hautpartien.

 
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Veröffentlicht von

Bastian Gläser ist Gründer des gesundwerdenblog.de & Autor der "10 Tipps, um gesund zu bleiben". Er sucht immer neue Wege & Ideen für sich & seine Familie gesund zu sein, bleiben und zu werden. Über seine Erfahrungen schreibt er hier im Blog. Er ist ausserdem ein kleiner Hypochonder & leidenschaftlicher Musiker.

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